Alltags-Geschichten
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Robby
(11.02.2014)
wohnt seit heute bei uns. Heute Vormittag kam er an, ziemlich schlaff und kraftlos. Nach einer Erholungspause und einer Krafttanke wollte er sich gleich nützlich machen. Also ließ ich ihn werkeln. In unserem Schlafzimmer musste mal wieder gründlich Staub gesaugt werden. Das nahm er gleich in Angriff. Zuerst an der Wand entlang und dann kreuz und quer durch den Raum, am liebsten unter den Betten.

Nach etwa einer Stunde schaute ich mal nach ihm, da war er wieder an seiner "Tankstelle".

Ein Prachtkerl! Ich glaube, ich liebe ihn, meinen kleinen Schlafzimmerroboter. Eine unbenutze Ecke im Schlafzimmer habe ich für ihn reserviert, dort wartet er geduldig auf seinen nächsten Einsatz.

Gänse am Max-Eyth-See in Stuttgart-Hofen
(08.01.2014)
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Man muss auch im Dunkeln finden was man braucht
(12/2013)
- sagte meine Großmutter.

Gegen 17:30 Uhr wird mein Bildschirm schwarz, das Deckenlicht flackert, dann gibt auch das den Geist auf. Ich sitze im Dunkeln. Vorsichtig taste ich mich um meinen Schreibtisch herum, an der Stehlampe vorbei und durch die Tür zum Flur. Der Flur ist und bleibt ebenfalls dunkel, auch im Zimmer nebenan bringt die Betätigung des Lichtschalters nicht den ge­wünschten Erfolg. An der Sicherung scheint es also nicht zu liegen.

Ich gehe Schrittchen für Schrittchen an der Wand entlang die Treppen hinunter ins Erdgeschoss, durch die Küche in Richtung Fenster, vorsichtig um den Esstisch herum. Und tatsächlich liegt auf der Fensterbank die dort erhoffte Taschenlampe. Ihr Licht ist zwar nur unzureichend, aber besser als nichts. Alle Hindernisse kann ich jetzt erkennen. Ein Glück, dass ich nicht über den Stuhl gefallen bin, der mitten in der Küche steht. Auch draußen ist es stockfinster. Nur hin und wieder die Lichter eines Autos, das auf dem etwa einen Kilometer von mir entfernten Sträßchen fährt.

In der Schublade des Geschirrschranks im Wohnzimmer habe ich noch eine Tüte IKEA-Teelichter. Jetzt weiß ich wenigstens, warum ich sie damals ge­kauft habe. Streichhölzer liegen neben dem Kachelofen bereit. Sechs Tee­lichter auf einem Teller geben ein halbwegs akzeptables Licht.

Was nun? Zum Lesen reicht das Kerzenlicht nicht. Radio, Fernseher und Computer brauchen Strom. Nicht mal das Telefon steht zur Verfügung. Den Gatten kann ich per Handy auch nicht erreichen, weil das Netz offen­bar überlastet ist. Kein Plan!

Da fällt mir ein - ich könnte kochen bis der Gatte nach Hause kommt. Mein 100-jähriger Herd macht das, er nimmt ohnehin nur Holz. Ich brauche noch einen Kerzenleuchter zum Mitnehmen, damit ich die Taschenlampenbatterien schonen kann. Der Armleuchter findet sich in meinem Antiquitätensammelsurium. Mit ihm suche ich in Küchenschrank, Kühlschrank und Keller meine Zutaten fürs Abendessen. Da kommt der Gatte. Hilfsbereit leuchtet er mir mit unseren armseligen Lichtquellen in die Kochtöpfe.

Irgendwo auf dem Speicher müsste noch ein altes Notstromaggregat stehen. Sollten wir das jetzt suchen? Wir entscheiden, wir warten mal ab. Vielleicht haben wir ja morgen wieder Strom. Ob das Gerät noch funktionsfähig ist und ob wir noch wissen, wie man es bedient, das ist ohnehin mehr als fraglich. Für heute geht es auch so. Jetzt genießen wir erst mal unser candle light dinner, arranged by EnBW.

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